Brauchst du Tipps zum Kauf von E-Gitarren? Wir helfen dir gerne weiter.
Wenn du angehender E-Gitarrist bist, kann die Wahl deiner ersten Gitarre ganz schön überwältigend sein. Bei so einer riesigen Auswahl ist es leicht, den Überblick zu verlieren und nicht zu wissen, wo du anfangen sollst.
Es gibt viele Faktoren, die beim Kauf einer E-Gitarre eine Rolle spielen, wie zum Beispiel die Bespielbarkeit, der Klang und der Komfort einer Gitarre. Gehen wir sie einzeln durch, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.
Teile einer Gitarre
Bevor wir loslegen, ist es wichtig, dass du dich mit den verschiedenen Teilen einer Gitarre und ihren Funktionen vertraut machst. Das hilft dir nicht nur beim Kauf, sondern auch später, falls du ein bestimmtes Teil modifizieren oder reparieren musst.
Zuerst haben wir den Korpus. Das ist der schwerste Teil der Gitarre, in dem das meiste Holz steckt. Am Korpus findest du die verschiedenen Klang- und Lautstärkeregler sowie die Brücke, die die Saiten hält. Die Tonabnehmer, die sich ebenfalls am Korpus befinden, sind Magnete, die der Gitarre helfen, ihre Schwingungen in Klang umzuwandeln.
Der Hals ist der Teil, an dem du die Gitarre normalerweise hältst. Auf der Vorderseite des Halses findest du das Griffbrett, auf dem du die Saiten herunterdrücken kannst, um ihre Tonhöhe zu verändern.
Zum Schluss gibt es noch die Kopfplatte, an der die Stimmmechaniken sitzen.
Jetzt, wo du die Grundlagen der Anatomie einer E-Gitarre kennst, schauen wir uns die einzelnen Komponenten genauer an und wie sie deine Kaufentscheidung beim E-Gitarrenkauf beeinflussen können.
Tonhölzer
Die Holzart, die beim Bau einer Gitarre verwendet wird, macht einen großen Unterschied im Klang. Bestimmte Hölzer sorgen für einen wärmeren Klangcharakter, während andere das Sustain, die Höhen usw. verstärken. Wegen ihres Einflusses auf den Klang werden diese Hölzer als Tonhölzer bezeichnet. Schauen wir uns einige gängige Tonhölzer an, die in den verschiedenen Teilen einer Gitarre verwendet werden und wie sie den Klang beeinflussen.
Korpus-Holz
Mahagoni
Mahagoni ist eines der beliebtesten Tonhölzer überhaupt. Es hat einen warmen Klangcharakter, der es perfekt für Blues, Rock und sogar Metal macht.
Erle
Erle ist sehr ausgewogen und betont keine bestimmten Frequenzen besonders. Die Bässe, Mitten und Höhen sind alle gleichmäßig vorhanden, was dieses Holz zu einer tollen Wahl macht, wenn du viele verschiedene Musikstile spielst.
Esche
Ein weiteres sehr ausgewogenes Tonholz, das ähnlich wie Erle klingt. Esche klingt etwas weicher, aber der Hauptunterschied liegt im Aussehen und der Optik.
Ahorn
Ahorn klingt hell und bringt Glanz in die Höhen. Deshalb wird Ahorn oft mit einer anderen Holzart kombiniert, um die Höhen auszugleichen.
Linde
Warm mit betonten Mitten. Linde ist sehr preiswert und wird daher oft mit günstigeren Gitarren in Verbindung gebracht, klingt aber trotzdem großartig. Mehr Infos findest du in diesem Artikel!
Griffbrett-Holz
Die Holzart des Gitarrenkorpus ist nur ein Teil der Gleichung. Auch das Material des Griffbretts trägt zum Spielgefühl und zur Bespielbarkeit einer E-Gitarre bei und beeinflusst klangliche Eigenschaften wie Wärme und Sustain.
Palisander
Palisander ist eines der häufigsten Griffbretthölzer und kann dem Klang einer Gitarre Wärme verleihen. Das macht es ideal, um eine Gitarre abzumildern, die sonst zu hell klingen würde. Es fühlt sich weich an den Fingern an, ist aber trotzdem robust genug für intensiven Einsatz. Perfekt für alle, die einen dunklen Klangcharakter suchen.
Ahorn
Im Gegensatz zu Palisander bringt Ahorn tatsächlich etwas mehr Höhen in deinen Sound und sorgt für zusätzlichen Glanz im oberen Frequenzbereich. Deshalb ist Ahorn eine tolle Wahl für Gitarristen, die Genres spielen, in denen mehr Twang und Pop gefragt sind, wie Funk und Country.
Ebenholz
Ebenholz ist nicht so verbreitet wie Palisander oder Ahorn, wird aber mit der Zeit immer beliebter. Das liegt unter anderem an den strengeren Einfuhrbestimmungen für Palisander in den letzten Jahren.
Ebenholz-Griffbretter sind meist komplett schwarz und haben dadurch einen markanten Look. Klanglich ist Ebenholz hell, behält aber einen sehr klaren Mittenbereich. Es klingt also heller als Palisander, aber nicht ganz so hell wie Ahorn. Damit ist es die perfekte Mitte für alle, die keinen extrem warmen oder extrem hellen Klang suchen. Ebenholz ist besonders bei Metal-Gitarristen beliebt.
Hals-Holz
Der Hals ist einer der wichtigsten Aspekte, die du beim Kauf einer E-Gitarre beachten solltest. Deine linke Hand liegt beim Spielen immer um den Hals. Deshalb ist es entscheidend, dass du einen Hals wählst, der sich für dich bequem und natürlich anfühlt.
Genau wie das Griffbrett und der Korpus kann auch die Holzwahl des Gitarrenhalses den Klang und das Spielgefühl der Gitarre beeinflussen. Viele Gitarren verwenden zwar die gleiche Holzart für Hals und Griffbrett, aber das ist nicht immer der Fall. Zum Beispiel ist es nicht ungewöhnlich, eine Gitarre mit einem Palisanderhals und einem Ahorn-Griffbrett oder umgekehrt zu finden.
Palisander
Wie auch beim Griffbrett sorgt ein Palisanderhals dafür, dass die Höhen deiner Gitarre abgerundet werden, was zu einem wärmeren Ton führt.
Mahagoni
Mit seiner offenen Maserung und natürlichen Optik hat Mahagoni eine besondere Haptik, die für einen sehr weichen Klang sorgt.
Ahorn
Ahorn wird wegen seines hellen Tons und langen Sustains häufig als Hals-Holz bei Stratocaster-Typen verwendet.
Arten von Gitarrenhälsen
Nicht nur das Holz beeinflusst, wie ein Gitarrenhals klingt. Es gibt drei Haupttypen von Hälsen: Bolt-on, Set und Neck-through. Jeder hat seine eigenen Vor- und Nachteile, die wir hier besprechen.
Bolt-on-Hälse
Obwohl Bolt-on-Hälse von vielen Gitarristen oft als die günstigste und qualitativ schlechteste Halsart angesehen werden, haben sie trotzdem ihre Daseinsberechtigung. Einer der größten Vorteile ist, dass sie einfach herzustellen sind, was die Kosten senkt. Das liegt daran, dass Korpus und Hals separat gefertigt und dann einfach verschraubt werden können.
Bolt-on-Hälse haben meist einen „twangigeren“ Sound, weshalb sie oft bei Fender Stratocasters verwendet werden. Sie lassen sich auch sehr leicht austauschen oder reparieren, da du den Hals einfach abnehmen kannst, ohne den Rest der Gitarre zu beeinflussen. Ein Nachteil ist, dass durch den kleinen Spalt zwischen Hals und Korpus (weil er eben verschraubt ist) etwas Tonübertragung verloren gehen kann.
Set-Necks
Set-Necks werden mit einer Schwalbenschwanzverbindung an den Korpus geleimt. Das macht sie einfacher herzustellen als Neck-through-Designs, aber nicht so einfach wie Bolt-on-Hälse. Das sorgt für einen festeren Sitz und damit für einen volleren Klang. Allerdings wollen nicht alle Gitarristen einen so warmen Ton – manche bevorzugen sogar einen Bolt-on. Da Klang Geschmackssache ist, solltest du herausfinden, was dir wichtig ist, statt nur auf Trends oder Beliebtheit zu achten.
Einer der größten Nachteile eines Set-Necks ist, dass er sehr schwer zu reparieren und fast unmöglich zu modifizieren ist. Wenn du also eine Gitarre mit Set-Neck in Betracht ziehst, stell sicher, dass dir der Hals wirklich gefällt!
Neck-through
Neck-through-Gitarren sind seltener als ihre Bolt-on- oder Set-Neck-Pendants und gelten als die hochwertigste Halskonstruktion. Bei Neck-through-Gitarren bestehen Hals und Mittelteil des Korpus aus demselben Stück Holz. Dadurch verläuft der Hals über die gesamte Länge der Gitarre und es ist kein Verschrauben oder Verleimen nötig. Das sorgt außerdem für maximale Stabilität und Langlebigkeit.
Bei durchgehenden Hälsen ist der Hals so geformt, dass du viel besseren Zugang zu den hohen Bünden hast. Wenn du viel solierst, bietet dir eine Gitarre mit durchgehendem Hals ultimativen Komfort und Spielbarkeit. Leider lassen sich durchgehende Hälse nicht austauschen und sind auch am teuersten. Entgegen der landläufigen Meinung bieten sie auch nicht mehr Sustain als andere Halsarten. Tatsächlich wurde immer wieder gezeigt, dass geschraubte Hälse das meiste Sustain liefern. Der Komfort eines durchgehenden Halses bleibt aber unerreicht – und für viele Gitarristen ist allein das den Preis wert.
Halsprofil
Gitarrenhälse gibt es in verschiedenen Formen und Größen, und jedes Halsprofil fühlt sich in der Hand anders an.
Das Halsprofil wird meist durch Buchstaben angegeben, die zeigen, wie der Hals im Querschnitt aussieht.
Die beliebtesten Halsformen sind C, D, U und V.
U-förmige Hälse
U-förmige Hälse sind dick und wuchtig und werden oft als Baseballschläger-Hälse bezeichnet. Sie fühlen sich auch sehr tief an und werden von Rhythmusgitarristen wegen ihres Komforts beim Akkordspiel geschätzt. Ein weiterer Vorteil eines dickeren Halses ist der wärmere Klang, da mehr Holz verwendet wird.
C-förmige Hälse
C-förmige Hälse sind auf modernen Gitarren sehr beliebt, da sie flach und sehr angenehm zu spielen sind. Da sie recht dünn sind, kannst du darauf besonders schnell Soli spielen. Allerdings sind sie weniger robust als dickere Halsformen und brauchen eventuell mehr Pflege.
D-förmige Hälse
D-förmige Hälse ähneln in Aussehen und Spielgefühl den C-Hälsen, haben aber flachere Kanten. Das ist ein weiterer hervorragender Hals für Lead-Gitarristen.
V-förmige Hälse
V-förmige Hälse haben ein ganz eigenes Spielgefühl und sind super für Gitarristen, die gerne am Hals auf- und abgleiten oder den Daumen um den Hals legen. V-Hälse gibt es als harte und weiche Version, wobei die weiche V-Form eine rundere Mittelkurve hat. Dieses Halsprofil ist definitiv Geschmackssache – probiere es am besten aus, bevor du kaufst!
Mensur
Die Mensur einer Gitarre bezeichnet den Abstand zwischen Steg und Sattel. Anders gesagt: Wie viel von der Saite frei schwingen kann, wenn du spielst. Gitarren gibt es mit verschiedenen Mensuren, am häufigsten sind 24,75” und 25,5”.
Längere Mensuren führen zu einem größeren Abstand zwischen den Bünden. Manche Gitarristen bevorzugen kürzere Mensuren wegen des kompakteren Formats, andere längere, weil sie weniger beengt sind.
Die Mensur beeinflusst auch die Saitenspannung. Je länger die Mensur, desto höher die Spannung der Saiten. Gitarren mit kürzerer Mensur sind theoretisch leichter zu spielen. Du brauchst weniger Kraft, um die Saiten zu benden.
Auch wenn die Mensur den Klang nicht so beeinflusst wie Holz oder Tonabnehmer, macht sie doch einen feinen Unterschied. Gitarren mit kurzer Mensur klingen voller, weil die Saitenspannung niedriger ist, während längere Mensuren klarere, brillantere Töne erzeugen.
Auch wenn die Mensur den Klang nicht so stark beeinflusst wie Holz oder Tonabnehmer, macht sie doch einen feinen Unterschied. Kürzere Mensuren klingen voller, weil die Saitenspannung niedriger ist, während längere Mensuren klarere, brillantere Töne liefern.
Tonabnehmer
Tonabnehmer werden oft als wichtigster Teil des Gitarrensounds bezeichnet und sind tatsächlich ein entscheidender Faktor beim Kauf einer E-Gitarre. Sie nehmen die Schwingungen der Saiten auf und wandeln sie in ein elektrisches Signal um, das dann an den Verstärker weitergegeben wird. Deshalb sind sie maßgeblich für den Klang einer Gitarre verantwortlich.
Single-Coil-Tonabnehmer
Bekannt geworden durch die Fender Stratocaster, bestehen diese Tonabnehmer aus Magneten, die mit einer einzigen Drahtspule umwickelt sind – daher der Name. Single-Coil-Tonabnehmer liefern meist einen klaren, detailreichen und brillanten Sound. Ihr charakteristischer Twang ist bei vielen Blues-, Country- und Pop-Gitarristen sehr beliebt. Ein Nachteil von Single-Coils ist, dass sie oft viel elektrische Störgeräusche aufnehmen, was zu einem hörbaren Brummen führt. Dieses Geräusch nervt manche, andere lieben es wegen seines Vintage-Charakters.
Humbucker-Tonabnehmer
Im Gegensatz zu Single-Coil-Tonabnehmern sind Humbucker doppelt gewickelt, wobei die beiden Spulen in entgegengesetzte Richtungen gewickelt sind. Dadurch wird das Hintergrundbrummen ausgelöscht. Humbucker klingen satter und wärmer als Single-Coils und sind besonders beliebt in Musikrichtungen wie Rock und Metal.
P90-Tonabnehmer
P90-Tonabnehmer sind eine besondere Art von Single-Coil-Tonabnehmern mit höherem Output. Sie klingen dadurch druckvoller und eignen sich besser für rauere Musikstile wie Punkrock. Sie sind ein guter Mittelweg zwischen Single-Coils und Humbuckern.
Pickup-Konfigurationen
Die meisten Gitarren haben einen Hals-, einen Steg- und in manchen Fällen sogar einen Mitteltonabnehmer. So kannst du zwischen den Tonabnehmern wechseln und bekommst eine größere Klangvielfalt. Manche Gitarren haben zum Beispiel zwei Humbucker und eine Single-Coil in der Mitte (auch bekannt als HSH – Humbucker, Single-Coil, Humbucker). Probiere verschiedene Konfigurationen aus, um die beste für dich zu finden. Wenn du gerade erst anfängst oder einfach etwas Vielseitiges suchst, das alle Musikstile abdeckt, ist eine Kombination aus Single-Coils und Humbuckern eine sichere Wahl, zum Beispiel HSS oder HSH. Wenn du einen ganz bestimmten Sound willst und Vielseitigkeit keine Rolle spielt, probiere 3 Single-Coils oder 2 Humbucker.
Aktive vs passive Pickups
Alle drei oben genannten Pickup-Typen gibt es sowohl als aktive als auch als passive Varianten. Einfach gesagt: Aktive Pickups brauchen eine Stromquelle (in Form von Batterien), passive Pickups nicht. Aktive Pickups haben weniger Hintergrundrauschen und einen höheren Output, was besonders für High-Distortion-Sounds super ist. Passive Pickups haben dagegen mehr Hintergrundrauschen, sind aber auch weniger „heiß“ und bieten einen größeren Dynamikumfang sowie angenehmere Cleansounds. Deshalb sind aktive Pickups so beliebt im Heavy Metal und anderen Genres mit stark verzerrten Gitarren. Denk daran, dass du bei aktiven Pickups alle paar Monate (oder öfter, je nachdem wie viel du spielst und ob deine Gitarre ständig eingesteckt ist) die Batterien wechseln musst.
Bridge-Typen
Oft von vielen Gitarristen übersehen, beeinflusst die Bridge die Zuverlässigkeit einer Gitarre, das einfache Saitenwechseln und mehr. Obwohl es viele verschiedene Arten von Gitarren-Bridges gibt, lassen sie sich im Wesentlichen in zwei Hauptkategorien einteilen: Fixed und Floating.
Fixed Bridges
Fixed Bridges, oder Hardtails, sind fest verschraubt und haben Sättel, auf denen die Saiten aufliegen. Sie bleiben an Ort und Stelle und bewegen sich nicht. Die Einfachheit von Fixed Bridges sorgt für wenig Wartung und extrem einfaches Saitenwechseln, selbst für unerfahrene Gitarristen. Durch ihre feste Bauweise bieten sie außerdem eine bessere Stimmstabilität beim Saitenziehen.
Floating Bridges
Floating Bridges haben einen Tremolohebel, auch Whammy Bar genannt. Damit kannst du die Tonhöhe einer Saite verändern, ohne sie zu biegen. Du kannst das Tremolo drücken, um die Tonhöhe zu senken, und den Hebel ziehen, um sie zu erhöhen. Einer der beliebtesten Floating-Bridge-Stile ist die Floyd Rose, die mit doppelt verriegelnden Tremolos ausgestattet ist.
Floating Bridges geben dir mehr kreative Möglichkeiten und eine weitere Ausdrucksform, sind aber anfälliger dafür, verstimmt zu werden (vor allem nach einem starken Saitenziehen) und schwieriger neu zu besaiten. Wenn du Anfänger bist, macht es mehr Sinn, zuerst eine Hardtail-Bridge zu wählen.
Weitere Dinge, die du beim Kauf einer E-Gitarre beachten solltest
22 vs 24 Bünde
Auch wenn es Ausnahmen gibt, haben die meisten E-Gitarren entweder 22 oder 24 Bünde. Das klingt nach keinem großen Unterschied, beeinflusst aber auf Dauer deinen Spielstil. Mit 24 Bünden hast du zwei Halbtöne mehr Ausdrucksmöglichkeiten als bei einer 22-bündigen Gitarre – und noch mehr, wenn du die hohe E-Saite am 24. Bund ziehst. Deshalb bevorzugen viele Lead-Gitarristen Gitarren mit 24 Bünden.
Rhythmusgitarristen – oder Solisten, die nicht so weit oben auf dem Griffbrett spielen – bleiben dagegen meist bei 22 Bünden. Denn durch die 2 Bünde weniger sitzt der Hals-Tonabnehmer bei einer 22-bündigen Gitarre weiter weg von der Brücke. Das sorgt für einen wärmeren Klang.
6-saitige vs. 7-saitige vs. 8-saitige Gitarren
Die meisten Gitarren haben 6 Saiten – das ist Standard bei E-Gitarren. Durch den Trend zu härteren Genres wie Progressive Metal und Djent sind in den letzten Jahren aber auch Gitarren mit erweitertem Tonumfang immer beliebter geworden. 7- und 8-saitige Gitarren ermöglichen dir, deutlich tiefere Töne zu spielen als auf einer Standardgitarre. Dieser erweiterte Tonumfang ist besonders bei Breakdowns oder härteren Songteilen praktisch. Wenn du solche Musikstile spielen willst, solltest du über eine Extended-Range-Gitarre nachdenken. Für Blues, Jazz, Pop und Rock reicht aber eine 6-saitige Gitarre völlig aus – sie ist außerdem leichter und einfacher zu spielen.
Locking-Mechaniken vs. normale Mechaniken
Manche Gitarren sind mit Locking-Mechaniken ausgestattet, die jede Saite mit einer Klemmvorrichtung fixieren. Das sorgt für eine bessere Stimmstabilität, besonders bei Gitarren mit schwebender Brücke. Mit Locking-Mechaniken kannst du die Gitarre auch schneller neu besaiten, da du weniger Saitenwicklungen brauchst. Sie sind allerdings teurer in der Herstellung und deshalb bei Einsteiger-Gitarren seltener zu finden. Falls deine Wunschgitarre keine Locking-Mechaniken hat, kannst du sie aber später ganz einfach nachrüsten.
Jetzt hast du alle Infos, die du brauchst, um eine gut informierte Entscheidung beim Gitarrenkauf zu treffen. Denk aber daran, dass die technischen Daten nicht alles sind – du solltest eine Gitarre auch immer persönlich ausprobieren, bevor du sie bestellst. Nachdem du deine Recherche gemacht und dich für ein Modell entschieden hast, geh am besten in den nächsten Musikladen und probier sie aus. Auch wenn eine Gitarre auf dem Papier perfekt wirkt, weißt du erst, ob sie zu dir passt, wenn du sie in der Hand hältst und ein paar Songs darauf spielst.
Wenn du Empfehlungen für bestimmte E-Gitarren suchst, schau dir bald unseren Artikel über die besten E-Gitarren für jeden Musikstil an. Oder lies mehr über die besten E-Gitarren unter 300 $, 500 $ und 2.000 $.
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