Effektives Gitarrenüben ist für alle, die ihre Fähigkeiten verbessern wollen, entscheidend. Wenn du stundenlang spielst, aber keine Fortschritte machst, steckst du vielleicht in einer Routine aus vertrauten Stücken fest, die dich nicht herausfordern.
Effektives Üben umfasst:
- Neue Techniken lernen und deine Fähigkeiten verbessern
- Neue Songs einstudieren und neue Ideen erkunden
- An deinen Fehlern arbeiten
- Dein Wissen über Gitarre und Musiktheorie erweitern
Dieser Beitrag enthält wichtige Tipps, die dir helfen, effektiv Gitarre zu üben.
Setze dir ein Gitarren-Übungsziel
Um effektiv zu üben, setze dir zunächst ein klares Ziel für deinen Fortschritt. Teile dein langfristiges Ziel in kleinere, erreichbare Meilensteine auf.
Quelle: Justin Guitar
Ein Beispiel für ein Übungsziel
Wenn du zum Beispiel Wechselschlag lernen möchtest, widme deine Übungseinheit dem Beherrschen dieser Technik.
Den Anschlagwinkel verstehen
Der Anschlagwinkel ist für den Wechselschlag entscheidend. Halte das Plektrum schräg und nicht flach an die Saiten. Wenn du die Saite mit der Kante des Plektrums anschlägst, kann es gleichmäßig darübergleiten.
Den richtigen Winkel zu finden, kommt mit der Übung. Experimentiere sowohl mit parallelem als auch mit schrägem Anschlag, um herauszufinden, welcher den besten Klang erzeugt.
Die Technik verinnerlichen
Sobald der Winkel stimmt, konzentriere dich auf die Bewegung beim Wechselschlag. Anstatt sie als Auf- und Abbewegung zu betrachten, stell dir eine Bewegung nach innen und außen vor – zuerst in Richtung der Gitarre, dann von ihr weg.
Hier ist eine Videolektion von Marty Music, die wir empfehlen.
Quelle: Marty Music
Üben, um besser zu werden
Wenn du dich auf diese Technik konzentrierst, kannst du die Mechanik des Wechselschlags innerhalb einer halben Stunde verstehen. Sie mit der richtigen Geschwindigkeit und dem richtigen Klang anzuwenden, erfordert jedoch mehr Übung.
Eine Woche lang täglich eine Stunde Wechselschlag zu üben, wird spürbare Verbesserungen bringen. Es gibt keinen festen Zeitrahmen; du musst deinen eigenen Fortschritt beurteilen und feststellen, ob mehr Übung nötig ist.
Ziele festlegen und neu bewerten
Feiere deine Erfolge, wenn du deine Ziele erreichst, und setze dir anschließend neue Ziele. Wenn du ein Ziel verfehlst, analysiere die Gründe dafür und passe deine Ziele entsprechend an.
Hab Geduld mit deiner Präzision
Geduld ist beim Erlernen eines Instruments unerlässlich. Du musst verschiedene Griffbilder der Greifhand und Anschlagtechniken beherrschen, was anfangs eine Herausforderung sein kann.
Denk an den ersten Akkord zurück, den du gelernt hast; wahrscheinlich waren dafür beträchtliche Fingerkraft und Beweglichkeit erforderlich. Durch regelmäßiges Üben hast du schließlich die Grundlagen gemeistert.
Je weiter du fortschreitest, desto mehr fortgeschrittene Techniken wirst du kennenlernen, deren Erlernen länger dauern kann, etwa Sweeping, wofür möglicherweise mehr als ein Monat gezieltes Üben erforderlich ist.
Präzises Üben ist entscheidend, um auf Kurs zu bleiben.
Übe langsam
Langsames Üben ist eine der besten Methoden, um Fortschritte sicherzustellen. Es ermöglicht dir, nachzudenken und deine Finger richtig zu positionieren, damit du die richtigen Noten triffst. Ein korrekter Rhythmus und präzises Timing sind unerlässlich.
Verwende beim Erlernen von etwas Neuem ein Metronom, das auf eine niedrige BPM-Zahl wie 60 eingestellt ist. Sobald du dich sicher fühlst, erhöhe die BPM-Zahl allmählich und halte dabei Rhythmus und Technik bei.
Bleib beim Üben konzentriert. Es ist normal, falsche Noten zu spielen oder den Takt zu verfehlen, aber wenn sich Fehler wiederholen, kann das auf mangelnde Konzentration hindeuten und Bereiche aufzeigen, in denen du dich verbessern kannst.
Übe Lieder und Techniken, die du liebst
Das Üben deiner Lieblingslieder hält dich motiviert. Fordere dich mit schwierigen Stücken heraus. Wenn ein Lied zu schwer erscheint, konzentriere dich auf die Techniken, die du zum Spielen brauchst. Übe jede Technik einzeln, um den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.
Lerne Musiktheorie
Das Erlernen von Musiktheorie kann deine spielerischen Fähigkeiten verbessern. Der E-Dur-Dreiklang besteht zum Beispiel aus drei Noten der Durtonleiter:
- Der Grundton
- Die Terz
- Die Quinte
Die Töne der E-Dur-Tonleiter sind:
- E (tiefere Oktave)
- Fis
- Gis
- A
- H
- Cis
- Dis
- E (höhere Oktave)
Der E-Dur-Dreiklang besteht aus:
- Dem Grundton E
- Dem dritten Ton G#
- Dem fünften Ton B
Wenn du diese Konzepte verstehst, kannst du das Griffbrett freier erkunden, anstatt auf feste Positionen beschränkt zu sein.
Nimm dir Zeit, Musiktheorie zu lernen, denn sie wird dein Gitarrenspiel deutlich verbessern.
Gitarre üben, ohne eine Gitarre zu haben!
Das mag ungewöhnlich klingen, aber alle paar Monate eine Woche Pause vom Spielen einzulegen, kann von Vorteil sein. Diese Pause gibt deinem Gehirn die Möglichkeit, sich auszuruhen und das Gelernte zu verarbeiten, was oft zu einem besseren Spiel danach führt.
Nutze diese Zeit, um Musik zu hören und neue Ideen zu entdecken.
Weitere Tipps zum Üben der Gitarre findest du in unserem Beitrag über Übungsgewohnheiten, die jeder Musiker entwickeln sollte!
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