Immer mehr angehende Musikerinnen und Musiker, Fotografinnen und Fotografen sowie Videografinnen und Videografen entscheiden sich dafür, ein eigenes Musikstudio zu Hause, ein Streaming- oder ein Fotostudio einzurichten. Warum auch nicht? Für die Kosten, die ein professioneller Raum schon nach wenigen Anmietungen verursacht, könntest du in dein eigenes Studio investieren, das du jederzeit nutzen kannst, wenn dich die Inspiration packt. Du kannst Musik aufnehmen, Podcasts oder Videos für einen YouTube-Kanal erstellen. Oder du kannst ganz bequem in den eigenen vier Wänden Fotos aufnehmen. Für viele YouTubeStars ist das die perfekte Einrichtung, und wenn du sorgfältig planst, kostet sie kein Vermögen.
Wir haben einige hilfreiche Tipps dazu, wie du einen Raum auswählst und ihn in das Musikstudio zu Hause deiner Träume (im Rahmen deines Budgets) und in einen hervorragenden Ort für deine Kreativität verwandelst.
Den perfekten Raum auswählen
Zuerst musst du entscheiden, welcher Raum in deinem Zuhause sich am besten als Standort für dein Musikstudio zu Hause eignet.
Dies sind einige wichtige Faktoren:
- Größe und Abmessungen des Raums,
- seine Oberflächen (wie Wände, Decke und Boden),
- die Deckenhöhe und der Geräuschpegel innerhalb und außerhalb des Raums.
Ein ideales Aufnahmestudio ist groß und bietet reichlich Platz für Musiker, Instrumente, Aufnahmegeräte und weiteres Equipment.
Wähle den ruhigsten Raum
Neben der Größe solltest du einen ruhigen Raum wählen – je ruhiger, desto besser. Gehe in jeden Raum und achte auf Geräusche von draußen, die ungewollt in deinen Aufnahmen zu hören sein könnten. Bellende Hunde, spielende Kinder, ein Fernseher im Nebenraum?
Boden, Decke und Wände
Du möchtest keinen quadratischen Raum oder Betonboden und auch keine sehr niedrigen Decken oder parallelen Trockenbauwände. Auch bodentiefe Fenster oder große Spiegel sind in einem Heimstudio für Musik ein absolutes No-Go.
Du kannst harten Wänden und niedrigen Decken jederzeit weitere schallabsorbierende Materialien hinzufügen.
Holzböden sind eine gute Wahl für einen Aufnahmeraum, da Teppichböden dazu führen können, dass aufgenommene Klänge gedämpft wirken.
Internetverbindung
Wenn du planst, eigene Inhalte zu streamen, stelle sicher, dass dein Raum mit einer guten Internetverbindung ausgestattet ist! Du findest hier außerdem viele tolle Ressourcen für Content Creator hier.
Grundausstattung für dein Musikstudio zu Hause
Es gibt einige Dinge, die du unbedingt brauchst für dein Musikstudio zu Hause.
Dazu gehören:
- Ein guter Computer zum Aufnehmen, Abmischen und Speichern von Musik sowie Musikmischsoftware.
- Ein Audio-Interface.
- Ein Mikrofon mit einem Popschutz.
- Ein Mikrofonständer und ein Kabel.
- Kopfhörer oder Monitorlautsprecher.
- Außerdem brauchst du einen Schreibtisch, Monitorlautsprecherständer und einen bequemen Aufnahmestuhl.
USB-Audio-Interface
Mit dem USB-Audio-Interface kannst du deine Kopfhörer und dein Mikrofon mit deinem Computer verbinden. Je mehr Anschlüsse das Interface hat, desto vielseitiger kannst du bei der Aufnahme arbeiten.
Du kannst mit einem preislich moderaten Interface beginnen und es bei Bedarf später aufrüsten. Bedenke, dass du mehr Kanäle brauchen wirst für Projekte mit Schlagzeug oder mehreren gleichzeitig aufgenommenen Gesangsstimmen.
Sieh dir unseren Leitfaden zu Ausrüstung für Homerecording-Studios für Einsteiger.
Ein gutes Mikrofon
Achte bei der Auswahl eines Mikrofons auf ein Modell der mittleren Preisklasse mit einer Großmembran-Kondensatorkapsel, das sich gut für Gesang und akustische Instrumente wie Akustikgitarren eignet. Vergiss auch einen Popschutz für das Mikrofon nicht, um das „Plopp“-Geräusch zu minimieren, das beim Singen oder Sprechen bei Lauten wie „t“ und „p“ entsteht.
Du brauchst für jedes Mikrofon ein Mikrofonstativ. Investiere in ein Modell, das sich teleskopartig ausziehen und gut verstellen lässt, damit du es unabhängig davon, ob du stehst oder sitzt, und für jedes Instrument auf die perfekte Höhe für deine Stimme einstellen kannst.
Kopfhörer
Denk beim Kauf von Kopfhörern daran, dass es verschiedene Typen gibt: offene Kopfhörer (zum Mischen) und geschlossene Kopfhörer (zum Abhören während der Aufnahme und beim Mischen).
Akustikbehandlung
Akustikbehandlungen helfen dabei, deinen Raum so „neutral“ wie möglich zu machen, indem sie den Nachhall in deinem Raum beim Aufnehmen und Abmischen absorbieren oder dämpfen.
Es gibt drei Arten von Akustikbehandlungen: Paneele, Diffusoren und Bassfallen. Paneele absorbieren Schallenergie, Diffusoren zerstreuen und verteilen Schallwellen im Raum, und Bassfallen fangen tieffrequente Töne auf.
Schaumstoffpaneele
Akustikbehandlungen, Schalldämmung, lässt deine Musik mehr nach deiner Musik klingen und nicht nach etwas, das in deinem Schlafzimmer aufgenommen wurde. Für die akustische Behandlung gibt es zahlreiche Optionen in vielen Preisklassen. Du könntest wegen der geringeren Kosten Schaumstoffplatten in Betracht ziehen, aber denk daran, dass sie nur hochfrequente Töne absorbieren.
Da Räume in Wohnhäusern normalerweise nicht dafür ausgelegt sind, zu einem Audioproduktionsstudio zu werden, musst du zunächst durch Ausprobieren herausfinden, welche akustischen Anpassungen richtig sind. Räume alle Möbel aus, einschließlich Bildern oder Postern, Spiegeln und Gegenständen, die vibrieren könnten, und analysiere dann den leeren Raum, indem du herumgehst und viel Lärm machst.
Hör zu und schätze ein, wie viel Schallzerstreuung oder -absorption bereits vorhanden ist und wie viel du möglicherweise noch brauchst.
Glasfaserplatten
Du kannst komplette Akustikbehandlungs-Sets für Musikstudios kaufen. Um jedoch Geld zu sparen, möchtest du vielleicht deine eigenen Glasfaserplatten herstellen. Damit die Platten effizienter sind, vergiss nicht, einen Luftspalt zwischen den Platten und deinen Wänden einzuplanen.
Wenn dein Budget sehr knapp ist, kannst du hohe Frequenzen statt durch den Kauf oder Bau von Platten auch mit Gegenständen im Haushalt absorbieren, darunter dicke Quilts oder Bettdecken, schwere Vorhänge oder sogar Matratzen.
Vergiss nicht, Bassfallen bis hin zu den Raumecken, um niederfrequente Schallenergie zu absorbieren. Bassfallen helfen dabei, den „matschigen“ Klang in deinen Mixen zu beseitigen, sodass du den Bass besser hörst.
Wo du deine Möbel platzierst
Ob du es glaubst oder nicht: Wo du die Möbel in deinem neuen Musikaufnahmestudio aufstellst, ist wichtig. Komfort und Zugänglichkeit sind wichtig.
Hast du genug Platz, um im Sitzen Gitarre oder Bass zu spielen oder Schlagzeug zu spielen und beim Aufnehmen am Mikrofon aufzustehen oder dich hinzusetzen?
Kannst du dich in dem Raum problemlos von einem Ort zum anderen bewegen? Ist genug Platz für andere vorhanden, damit ihr zusammenarbeiten oder eine Band aufnehmen könnt?
Hast du nach der Aufnahme Platz, um deine Musik zu mischen?
Um die Klangqualität zu verbessern, entferne alles aus dem Raum, was vibrieren kann, einschließlich Wanddekorationen oder Gegenständen auf deinem Schreibtisch. Beschränke die Einrichtung auf ein Minimum.
Wo du dein Equipment aufstellst
Positioniere deine Monitore idealerweise auf Ohrhöhe, jeweils an einer Seite deines Computers, und lies die Anweisungen, die deinen Monitorlautsprechern beiliegen, sorgfältig durch. Die Platzierung deiner Monitore ist äußerst wichtig und kann einen großen Unterschied dabei machen, wie du den Klang hörst.
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