Inzwischen kennen Musiker auf der ganzen Welt diese berühmte Szene aus Whiplash. Es war einer der am meisten zitierten Momente des Films und hat unzählige Scherzbilder in den sozialen Netzwerken hervorgebracht. Aber wie vermeiden wir als Schlagzeuger, dass wir hetzen oder uns verschleppen?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zuerst die eigentliche Ursache des Problems verstehen. Sowohl das Hetzen als auch das Verschleppen entstehen oft durch ein und denselben Grund: Wir üben meist in bestimmten Tempi, die uns angenehm sind. Als Gewohnheitstiere haben wir alle bevorzugte Tempi, auf die wir beim Üben von Rhythmen zurückgreifen. Zum Beispiel fühlen sich manche Rock-Schlagzeuger am wohlsten bei 4/4-Takt mit 100 Schlägen pro Minute, während Jazz-Schlagzeuger oft auf 120 Schläge pro Minute im 6/8-Takt zurückfallen. Das Problem wird dadurch verstärkt, dass die meisten von uns das Üben mit einem Metronom vernachlässigen. Wenn der Rock-Schlagzeuger dann zu einem Lied mit 80 Schlägen pro Minute spielen soll (wieder ohne Metronom), wird er am Ende langsamer. Genauso wird der Jazz-Schlagzeuger, wenn er einen Rock-Rhythmus bei 100 Schlägen pro Minute spielen soll, wahrscheinlich hetzen.
Übe mit einem Metronom
Die einfachste Lösung auf lange Sicht ist, zu einem Metronom oder Taktgeber zu spielen. Hetzen ist meist ein häufigeres Problem als Verschleppen, deshalb solltest du deine Rhythmen auch in langsamem Tempo üben, zum Beispiel bei 40 Schlägen pro Minute. So trainierst du dein Muskelgedächtnis und verinnerlichst den Rhythmus. Paradoxerweise wirst du dadurch langfristig auch schneller spielen können.
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Trenne deine Rhythmen und deine Fills
Oft fügen wir am Ende eines Rhythmus automatisch einen Fill ein – und das ist auch richtig so. Beim Üben ist es aber wichtig, beides voneinander zu trennen. Viele Schlagzeuger kennen den Rhythmus besser als den Fill und hetzen deshalb, um am Ende eines Taktes oder Abschnitts rechtzeitig mit den Händen in Position zu sein. Wenn du einen Fill in- und auswendig kennst, kannst du ihn überall im Lied einsetzen, statt ihn nur zusammen mit einem Rhythmus zu spielen. Mit dieser Übung verbesserst du nicht nur deine Technik, sondern auch dein Zeitgefühl – und verringerst so Fehler durch Hetzen oder Verschleppen.
Nimm deine Übesitzungen auf
Wenn du ganz im Moment bist, kannst du dich leicht in der Musik verlieren. Das ist zwar nicht schlecht, aber du nimmst dein eigenes Spiel weniger bewusst wahr, wenn dein Körper auf Autopilot schaltet.
Deshalb ist es so hilfreich, sich selbst aufzunehmen. Wenn du dir ansiehst, was du gerade gespielt hast, erkennst du schnell Unregelmäßigkeiten im Timing und kannst sie beim nächsten Mal gezielt verbessern. Um dich selbst zu motivieren, könntest du auch ein Videotagebuch führen, um deinen Fortschritt festzuhalten. Lade zum Beispiel jede Woche ein Übungsvideo hoch und markiere uns @soundbrenner, um am Ball zu bleiben.
Nutze ein vibrierendes Metronom
Stichwort Soundbrenner: Unsere tragbaren Geräte sind die perfekte Lösung für Probleme mit Hetzen und Verschleppen. Wenn du den Takt fühlst statt ihn zu hören, nimmst du das Tempo eines Liedes leichter wahr und spielst genauer. Wenn du hetzt, spürst du das Feedback, weil die Vibration nach deinem Schlag kommt – und umgekehrt. So kannst du Fehler im Tempo sofort korrigieren. Noch besser: Ohne Taktgeber-Klick wirst du nicht von störenden Geräuschen abgelenkt.
Spiele im Einklang mit deinem Bassisten
Wenn du in einer Band spielst, konzentriere dich besonders darauf, was dein Bassist spielt. Ihr beide seid für das rhythmische Fundament verantwortlich. Deshalb ist es wichtig, ein gutes Zusammenspiel mit deinem Bassisten zu entwickeln. Auch wenn es meist heißt, der Bassist folgt deinem Rhythmus, solltet ihr euch gegenseitig zuhören und euch rhythmisch unterstützen, wo es nötig ist. Ein eingespieltes Team aus Bass und Schlagzeug macht aus einer guten Band eine großartige.
Und das war’s: fünf Tipps, um Hetzen oder Verschleppen zu vermeiden. Wenn du die oben genannten Schritte befolgst, wird dir beim Bandproben hoffentlich nie ein Becken an den Kopf geworfen. Viel Erfolg und viel Spaß beim Üben!
Über Soundbrenner
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