Was dieses Thema erklärt
Unterteilung ist die Art, wie Musiker einen Schlag in kleinere, gleichmäßig verteilte Teile aufteilen. Wenn der Schlag der Hauptpulse ist, zu dem du mit dem Fuß mitwippst, ist die Unterteilung das Raster innerhalb dieses Pulse.
Zum Beispiel könntest du im 4/4-Takt den Viertelnoten-Schlag so zählen:
1 2 3 4
Wenn du jeden Schlag in zwei gleich große Teile teilst, erhältst du Achtelnoten:
1 und 2 und 3 und 4 und
Wenn du jeden Schlag in vier gleich große Teile teilst, erhältst du Sechzehntelnoten:
1 e und a 2 e und a 3 e und a 4 e und a
Unterteilung hilft dir, Rhythmen genau zu platzieren, mit einem Metronom zu spielen, Synkopen zu verstehen und mit anderen Musiker:innen zusammenzuspielen.
Das zentrale Denkmodell
Stell dir Rhythmus wie verschiedene Schichten vor. Der Pulse ist der gleichmäßige Bezugspunkt. Der Schlag ist, wie dieser Pulse im Metrum organisiert wird. Die Unterteilung ist der kleinere Abstand innerhalb oder zwischen den Schlägen.
Ein Metronom, das Viertelnoten klickt, gibt dir den Hauptschlag vor. Deine Aufgabe ist oft, zu spüren, was zwischen den Klicks passiert.
In einem einfachen 4/4-Beispiel geben dir Viertelnoten die gezählten Schläge: 1 2 3 4. Achtelnoten teilen jeden Schlag in zwei gleich große Teile: 1 und 2 und 3 und 4 und. Sechzehntelnoten teilen jeden Schlag in vier gleich große Teile: 1 e und a 2 e und a. Triolen teilen jeden Schlag in drei gleich große Teile: 1 tri po let 2 tri po let.
Die wichtige Idee ist nicht das Notensymbol an sich. Es geht um die Beziehung zwischen dem Schlag und den kleineren Teilen darin.
Wichtige Begriffe, die du zuerst brauchst
Schlag
Der Schlag ist die Haupteinheit, die im Takt gezählt wird. In vielen 4/4-Grooves zählen Musiker vier Viertelnoten-Schläge: 1 2 3 4.
Pulse
Pulse ist das gleichmäßige Zeitgefühl, das durch die Musik läuft. Du kannst einen Pulse spüren, auch wenn niemand jeden Schlag spielt.
Tempo
Das Tempo ist die Geschwindigkeit des Pulse, meist gemessen in Schlägen pro Minute. Ein Tempo von 80 BPM bedeutet, dass es 80 gewählte Schläge pro Minute gibt. Es sagt dir aber nicht automatisch, ob die Musik Achtelnoten, Triolen oder Sechzehntel verwendet.
Metrum
Das Metrum gibt an, wie die Schläge gruppiert werden. Zum Beispiel werden im 4/4-Takt die Schläge in Vierergruppen, im 3/4-Takt in Dreiergruppen zusammengefasst. Die Unterteilung findet innerhalb dieser Schläge statt.
Rhythmus
Rhythmus ist das eigentliche Muster aus Klängen und Pausen. Ein Rhythmus nutzt vielleicht nur einige Teile des Unterteilungsrasters. Zum Beispiel könnte ein Gitarrenanschlag auf 1, das und von 2 und 4 gespielt werden.
Akzent
Ein Akzent ist eine Note, die stärker oder betonter gespielt wird. Akzente können dazu führen, dass sich die gleiche Unterteilung ganz unterschiedlich anfühlt. Sechzehntelnoten, die auf den Hauptschlägen wie 1, 2, 3 und 4 betont werden, fühlen sich anders an als Sechzehntelnoten, die auf Offbeat-Teilen wie dem e und a betont werden.
Groove und Feel
Groove ist, wie sich der Rhythmus zu einem musikalischen Muster mit Schwung entwickelt. Feel umfasst Timing, Akzente, Anschlag, Artikulation und Stil. Unterteilung ist Teil des Feel, aber nicht das ganze Gefühl.
Wie Musiker zählen
Musiker nutzen Zählsilben, um den Raum innerhalb jedes Beats klar zu machen. Die Zählweise hängt davon ab, wie der Beat unterteilt wird.
| Unterteilung | Teile pro Beat | Gängige Zählweise |
|---|---|---|
| Viertelnoten | 1, der Beat selbst | 1 2 3 4 |
| Achtelnoten | 2 | 1 und 2 und 3 und 4 und |
| Sechzehntelnoten | 4 | 1 e und a 2 e und a |
| Triolen | 3 | 1 trip let 2 trip let |
Viertelnoten sind im 4/4-Takt oft der Referenzbeat, nicht eine kleinere Unterteilung davon. Achtelnoten, Sechzehntelnoten und Triolen zeigen gängige Wege, diesen Referenzbeat in kleinere Teile zu teilen.
Zählen ist nicht nur für Anfänger. Profis zählen oder fühlen Unterteilungen innerlich beim Vom-Blatt-Spielen, Aufnehmen mit Klick, bei langsamen Tempi oder bei komplexen Einsätzen.
Bei langsamen Tempi wird die Unterteilung besonders wichtig. Wenn das Metronom auf 50 BPM steht und du nur die Viertelnoten fühlst, ist viel Leere zwischen den Klicks. Das Zählen von Achteln oder Sechzehnteln hilft dir, diesen Raum gleichmäßig zu halten.
So hörst du sie heraus
Um die Unterteilung zu hören, achte auf die kleinste gleichmäßige Schicht, die den Rhythmus organisiert.
In einem Rock-Groove markieren Kick und Snare den Hauptbeat, während die Hi-Hat gleichmäßige Achtel spielt: 1 und 2 und 3 und 4 und. Die Hi-Hat macht die Unterteilung deutlich.
Im Funk orientieren sich Drums, Gitarre, Bass und Keys oft am Sechzehntelraster, auch wenn kein Instrument jede Sechzehntelnote spielt. Ein Gitarrist könnte das a von 2 betonen oder ein Drummer Ghost Notes um 2 e und a platzieren, wodurch der Groove synkopiert wirkt, aber trotzdem am gleichen Raster bleibt.
In einem triplet-basierten Blues-Shuffle wird der Beat in drei Teile geteilt, aber das Muster betont oft den ersten und dritten Triolenanteil: 1 trip let 2 trip let. Das erzeugt ein rollendes Gefühl, das sich von geraden Achtelnoten unterscheidet.
Stelle dir beim Zuhören drei Fragen:
- Wo ist der Hauptpuls?
- Wie viele gleichmäßige Teile scheinen in jeden Beat zu passen?
- Welche Teile sind betont, gespielt oder bleiben stumm?
Häufige Anfängerfehler
Tempo mit Unterteilung verwechseln
Tempo ist die Geschwindigkeit des Beats. Unterteilung (Subdivision) beschreibt, wie dieser Beat aufgeteilt wird. Ein Song mit 70 BPM und Sechzehntelbewegung kann geschäftiger wirken als ein Song mit 120 BPM, der hauptsächlich aus Viertelnoten besteht.
Notennamen zählen statt Abstände
Ein Notenwert ergibt nur im Verhältnis zum Schlag und Takt Sinn. Eine Achtelnote bedeutet meist zwei gleiche Teile eines Viertelschlags, aber das musikalische Gefühl hängt vom Kontext ab.
Die Unterteilung hetzen oder schleppen lassen
Viele Spieler treffen den Klick auf den Zählzeiten 1, 2, 3 und 4, hetzen aber trotzdem zwischen den Klicks. Das Ziel ist nicht nur, das Metronom zu treffen. Das Ziel ist, den Raum zwischen den Klicks gleichmäßig und bewusst zu gestalten.
Anzunehmen, dass alle Achtelnoten gleich klingen
Gerade Achtel teilen den Schlag in zwei gleiche Teile. Swing-Achtel werden mit einem flexiblen Lang-Kurz-Gefühl gespielt, das je nach Stil, Tempo und Spieler variiert. Shuffle ist mit dem triolenbasierten Gefühl verwandt, aber Swing ist nicht immer ein genaues Triolenverhältnis.
Akzente ignorieren
Unterteilung ist Abstand. Akzent ist Betonung. Wenn du gleichmäßige Sechzehntelnoten mit Akzenten auf jedem Schlag spielst, fühlt es sich anders an als Akzente auf den Offbeats oder in einem clave-ähnlichen Muster.
Zu denken, Stille bedeutet keine Unterteilung
Pausen liegen trotzdem auf dem Raster. Wenn ein Rhythmus eine Pause auf dem und von 2 hat, musst du diese Stelle trotzdem fühlen, auch wenn du sie nicht spielst.
Übungsweg
Nutze diesen Weg, um die Unterteilung von einfach bis fortgeschritten aufzubauen. Starte langsam genug, damit du laut und entspannt zählen kannst.
- Stelle ein Metronom auf 70 BPM. Zähle Viertelnoten: 1 2 3 4. Klatsche auf jede Zahl.
- Behalte das gleiche Klicken bei. Zähle Achtelnoten: 1 und 2 und 3 und 4 und. Klatsche auf jede Silbe.
- Behalte das gleiche Klicken bei. Zähle Sechzehntelnoten: 1 e und a 2 e und a 3 e und a 4 e und a. Klatsche leicht und gleichmäßig.
- Kehre zu den Achtelnoten zurück. Klatsche nur auf die und-Zählzeiten, während das Klicken auf den Zahlen bleibt. Das trainiert das Platzieren auf den Offbeats.
- Kehre zu den Sechzehntelnoten zurück. Klatsche für einen Takt nur auf e und a, dann für einen Takt nur auf die Zahlen.
- Zähle Triolen: 1 tri o le 2 tri o le 3 tri o le 4 tri o le. In diesem Fall passen drei gleichmäßige Noten in den Raum, der normalerweise von zwei Achtelnoten eingenommen wird. Klatsche alle drei Teile gleichmäßig.
- Wechsle ab: ein Takt Achtelnoten, ein Takt Triolen, ein Takt Sechzehntelnoten – ohne das Metronomtempo zu ändern.
- Mach das Klicken schwieriger, indem du es nur halb so oft einstellst. Wenn du bei 70 BPM auf jede Viertelnote geklickt hast, stelle das Metronom auf 35 BPM und fühle die fehlenden Schläge selbst.
Für Schlagzeuger: Probiere die Übung auf Hi-Hat oder Ride-Becken, während du eine einfache Bassdrum auf 1 und 3 und Snare auf 2 und 4 spielst. Für Gitarristen, Bassisten, Pianisten und Produzenten: Versuche, zu dämpfen oder nur einen Ton zu spielen, damit du dich ganz auf das Timing konzentrieren kannst.
Für Sänger und Bläser: Sprich zuerst den Zählwert, dann singe oder spiele kurze Noten auf ausgewählten Silben. Gute Unterteilung ist nicht nur eine Fähigkeit für Schlagzeuger.
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