Was es ist
Eine Sechzehntelnote ist ein Notenwert, der eine Viertelnote in vier gleich große Teile unterteilt. Im gängigen 4/4-Takt entspricht ein Schlag oft einer Viertelnote, sodass vier Sechzehntelnoten in einen Schlag passen.
Wenn der Viertelnoten-Puls als 1 2 3 4 gezählt wird, füllen die Sechzehntelnoten die kleinen Zwischenräume zwischen diesen Schlägen. Dadurch eignen sich Sechzehntelnoten gut für schnellere Rhythmen, Schlagzeug-Grooves, Basslinien, Schlagmuster, Keyboard-Parts und Melodieläufe.
Eine Sechzehntelnote ist ein Notenwert, kein Tempo. Bei 60 BPM sind vier Sechzehntelnoten pro Schlag gut machbar. Bei 140 BPM sind die gleichen notierten Sechzehntelnoten viel schneller, weil der Grundschlag schneller ist.
Wie du sie zählst
Die gängigste Art, Sechzehntelnoten im 4/4-Takt zu zählen, ist:
1 e und a 2 e und a 3 e und a 4 e und a
Jeder Schlag hat vier gleich große Zählzeiten:
- 1 ist der Schlag.
- e ist die zweite Sechzehntel-Zählzeit.
- und liegt genau zwischen den Schlägen, also dort, wo auch eine Achtelnote wäre. Es ist auch die dritte Sechzehntel-Zählzeit.
- a ist die vierte Sechzehntel-Zählzeit, direkt vor dem nächsten Schlag.
Für einen Schlag Sechzehntelnoten zählst du:
1 e und a
Für zwei Schläge zählst du:
1 e und a 2 e und a
Auch wenn ein Rhythmus nur einige der Sechzehntel-Zählzeiten nutzt, hilft das Zählen dabei, die Noten genau zu platzieren. Zum Beispiel fühlen sich Noten auf 1 und a ganz anders an als Noten auf 1 und und.
Wie es sich anfühlt
Sechzehntelnoten erzeugen ein feineres Raster innerhalb des Schlags. Wenn Viertelnoten den Hauptpuls bilden und Achtelnoten jeden Schlag halbieren, teilen Sechzehntelnoten jeden Schlag in vier gleichmäßige Teile.
In einem Groove können sich Sechzehntelnoten je nach Tempo, Akzenten und Verteilung antreibend, tight, busy, funky oder smooth anfühlen. Funk-Hi-Hat-Parts, Dance-Music-Patterns, gedämpftes Gitarrenstrumming und programmierte Drum-Parts nutzen oft ein klares Sechzehntel-Raster.
Ein Gitarrist könnte Sechzehntelnoten anschlagen, aber nur bestimmte Schläge betonen, zum Beispiel:
1 e UND a 2 e UND a 3 e UND a 4 e UND a
Hier sorgen die und-Akzente für mehr Energie, ohne das Tempo zu verändern.
Wichtig ist, dass der Grundschlag stabil bleibt. Sechzehntelnoten ersetzen nicht den Puls, sondern unterteilen ihn.
Wo sie vorkommen
Sechzehntelnoten tauchen in vielen Stilrichtungen und Spielsituationen auf. Drummer nutzen sie in Hi-Hat-Patterns, Snare-Fills, Ghost Notes und Funk-Grooves. Gitarristen verwenden sie beim Strumming, gedämpften Picking, Metal-Riffs, Funk-Comping und rhythmischen Lead-Linien. Bassisten nutzen sie für synkopierte Linien und schnelle Durchgangsnoten. Pianisten und Produzenten setzen sie in Arpeggios, Ostinati, Sequencer-Patterns und Drum-Programming ein.
In der Notation erscheinen Sechzehntelnoten einzeln oder als Balkengruppen. Im 4/4-Takt werden vier Sechzehntelnoten eines Schlags oft zusammengefasst, um zu zeigen, dass sie zu einem Schlag gehören.
Sechzehntelnoten können auch mit Pausen kombiniert werden. Eine Sechzehntelpause nimmt einen Sechzehntel-Zählplatz ein. Zum Beispiel erzeugt eine Sechzehntelpause auf 1 gefolgt von einer Note auf e einen kleinen, synkopierten Akzent direkt nach dem Schlag. Auch durch die Pausen solltest du weiterzählen, um die Noten richtig zu platzieren.
Häufige Fehler
- Die Mitte des Schlags wird gehetzt: Viele spielen 1 e und a ungleichmäßig, besonders beim Wechsel von Achtel- zu Sechzehntelnoten.
- Sechzehntelnoten mit dem Tempo verwechseln: Sechzehntelnoten sind eine Unterteilung. Sie werden je nach Grundtempo schneller oder langsamer.
- Den Hauptpuls verlieren: Schnelle Unterteilungen sollten trotzdem mit dem Schlag verbunden bleiben. Wenn du 1 2 3 4 nicht mehr fühlst, geraten die Sechzehntel aus dem Takt.
- Zu viele Akzente: Jede Sechzehntelnote gleich laut zu spielen, klingt steif. Viele Grooves leben von ausgewählten Akzenten und leichteren Noten.
- Sechzehntelnoten und gerade Sechzehntel verwechseln: Eine Sechzehntelnote ist der Notenwert. Gerade Sechzehntel beschreiben eine gleichmäßige, nicht geshuffelte Spielweise der Sechzehntel-Unterteilung. Manche Musik nutzt geshuffelte oder „geswingte“ Sechzehntel, bei denen die Abstände absichtlich ungleichmäßig sind.
Üben mit dem Metronom
- Stelle das Metronom auf 70 BPM mit Klick auf die Viertelnoten. Zähle 1 2 3 4 laut mit.
- Behalte den gleichen Klick und klatsche vier Sechzehntelnoten pro Schlag, während du 1 e und a 2 e und a 3 e und a 4 e und a sagst.
- Betone nur die Zahlen: 1 e und a 2 e und a 3 e und a 4 e und a.
- Betone nur das und jedes Schlags: 1 e und a 2 e und a 3 e und a 4 e und a.
- Klatsche nur das a jedes Schlags, während du trotzdem alle Unterteilungen laut zählst. Das trainiert das Platzieren kurz vor dem nächsten Schlag.
- Für eine schwierigere Variante stelle das Metronom so ein, dass es nur auf die Schläge 2 und 4 klickt. Halte das Sechzehntel-Raster trotzdem gleichmäßig, ohne schneller zu werden.
Wenn das Muster ungleichmäßig wird, mach langsamer. Saubere Sechzehntelnoten bei 60 BPM bringen dir mehr als verkrampfte, ungleichmäßige Sechzehntel bei 120 BPM.
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