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Erstelle vor dem Soundcheck einen einseitigen Bühnenplan und eine Eingangsliste

Ein einfacher einseitiger Bühnenplan mit Eingangsliste hilft kleinen Bands dabei, Veranstaltern zu zeigen, wer wo steht, was angeschlossen wird und welche Monitoranforderungen vor dem Einladen vorbereitet werden müssen.

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Ein einseitiger Bühnenplan und eine Eingangsliste machen aus deiner Aufbau-Erklärung eine klare Übergabe an den Veranstaltungsort, den Tontechniker oder den freiwilligen Helfer am Mischpult.

Wenn deine Band beim Soundcheck schon einmal die ersten 15 Minuten damit verbracht hat, dieselben Fragen zu beantworten, kennst du das Problem bereits. Wer singt die Leadstimme? Wo kommt der Bassverstärker hin? Braucht das Keyboard eine DI-Box? Spielt der Schlagzeuger mit einem Metronom-Klick? Wer braucht einen Monitorkeil, und wer verwendet IEMs?

Du brauchst keinen vollständigen technischen Rider, um die meisten dieser Probleme zu lösen. Für kleine Bands, Worship-Teams, Vorbands und DIY-Veranstaltungen reicht oft eine übersichtliche Seite.

Das Ziel ist nicht, wie ein Tour-Produktionsleiter auszusehen. Das Ziel ist, ein Dokument zu schicken, das jemandem hilft, die Bühne vorzubereiten, bevor du ankommst, und deiner Band anschließend dabei hilft, vor Ort schneller loszulegen.

Was ein Bühnenplan und eine Eingangsliste tatsächlich leisten

Ein Bühnenplan ist die Karte. Er zeigt in der Draufsicht, wo Personen und Ausrüstung auf der Bühne hingehören. Denk an Sänger, Schlagzeug, Verstärker, Keyboards, DI-Boxen, Monitorkeile, IEM-Stationen, Podeste und den Strombedarf.

Eine Eingangsliste ist die Audio-Checkliste. Sie erklärt, wie jede Schallquelle zum Mischpult gelangt. Für eine kleine Band kann sie aus einer einfachen Tabelle mit Kanalnummer, Quelle, Mikrofon oder DI-Box, Ständertyp und Anmerkungen bestehen.

Die beiden sollten übereinstimmen. Wenn deine Zeichnung drei Gesangsmikrofone zeigt, sollte deine Eingangsliste nicht zwei anzeigen. Wenn dein Keyboard im Plan zu sehen ist, sollte die Eingangsliste angeben, ob es mono, stereo, als DI-Signal oder über einen Verstärker läuft.

Halte die Seite praktisch. Ein Veranstaltungsort braucht normalerweise schnelle Antworten eher als ein schönes Diagramm.

  • Wo steht jeder?Markiere jeden Musiker mit Namen oder Rolle, zum Beispiel Leadgesang, Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keys oder Spuren.
  • Was erzeugt Ton?Nimm jedes Instrument, Gesangsmikrofon, jeden Laptop, jedes Wiedergabegerät und jeden Click- oder Cue-Feed auf, der gehört oder aufgeschaltet werden muss.
  • Was braucht Strom?Notiere Pedalboards, Keyboards, Laptops, Modeler, Funksysteme und IEM-Sender.
  • Was muss überwacht werden? Markiere Wedges, IEM-Nutzer und alle Wünsche, die unbedingt gehört werden müssen, z. B. den Leadgesang in jedem Mix.

Erstelle zuerst den Bühnenplan

Beginne mit einer leeren Seite im Querformat. Platziere das Publikum unten. Beschrifte die linke und rechte Bühnenseite aus Sicht des Künstlers. Das ist wichtig, weil dadurch die klassische Verwechslung vermieden wird, bei der der Gitarrist „links“ sagt und der Tontechniker das Gegenteil hört.

Zeichne einfache Rechtecke oder Kreise. Du brauchst keinen exakten Maßstab, es sei denn, der Veranstaltungsort hat ungewöhnliche Bühnenmaße. Klarheit ist wichtiger als architektonische Genauigkeit.

Beispiel für einen einfachen Aufbau einer kleinen Band:

  • Schlagzeug: In der Mitte hinten, mit Gesangsmikrofon, falls der Schlagzeuger singt.
  • Bass: Rechts auf der Bühne, Verstärker hinter dem Musiker, DI vom Pedalboard oder Verstärker bei Bedarf.
  • Gitarre: Links auf der Bühne, Verstärker hinter dem Musiker, Gesangsmikrofon vorne, falls er singt.
  • Keyboards: Vorne oder seitlich, Stereo-DI, wenn der Part auf Stereo basiert, andernfalls zur Vereinfachung Mono-DI.
  • Leadgesang: Mittig vorne, gerades Stativ oder Galgenstativ, Monitorbox oder IEM in der Nähe vermerkt.

Füge dann den Bedarf an Monitoren hinzu. Wenn ein Musiker Wedges verwendet, zeichne den Wedge vor ihm ein. Wenn er IEMs verwendet, schreibe IEM neben seinen Namen und vermerke, ob er sein eigenes System mitbringt oder einen Monitormix vom Veranstaltungsort benötigt.

Wenn deine Band einen Metronomklick oder Backing-Tracks verwendet, sei genau. Ein Klick, der nur beim Schlagzeuger ankommt, unterscheidet sich deutlich von einem Track, der bis zum FOH gelangen muss. Lass den Tontechniker nicht raten.

Für Bands, die ein einheitlicheres Monitoring-Setup aufbauen, Wave In-Ear-Monitore kann Teil des Workflows sein, aber im Dokument muss trotzdem stehen, wer IEMs verwendet und welchen Monitormix er benötigt. Ausrüstung ersetzt keine eindeutige Beschriftung.

Erstelle eine übersichtliche Eingangsliste

Deine Eingangsliste sollte auf die bestmögliche Art langweilig sein. Verwende ein tabellenähnliches Format, in dem der Tontechniker die gesamte Band auf einen Blick sehen kann.

Hier ist ein praktisches Beispiel für eine fünfköpfige Band:

  • 1 – Kickdrum: Mikrofon, kurzer Ständer.
  • 2 – Snare: Mikrofon, kurzer Ständer.
  • 3 – Overhead: Mikrofon, Galgenständer, bei Bedarf Phantomspeisung.
  • 4 – Bass: DI, vom Pedalboard.
  • 5 – E-Gitarre: Mikrofon am Verstärker, kurzer Mikrofonständer.
  • 6 – Tasten links: DI.
  • 7 – Tasten rechts: DI oder diesen Kanal entfernen, wenn du Mono verwendest.
  • 8 – Leadgesang: Gesangsmikrofon, gerader Mikrofonständer, vorne mittig.
  • 9 – Gitarrenstimme: Gesangsmikrofon, Galgenstativ, links auf der Bühne.
  • 10 – Schlagzeugstimme: Gesangsmikrofon, Galgenstativ, mittig hinten.
  • 11 – Spuren: DI vom Interface zum Saalmischpult.
  • 12 – Metronomklick: DI vom Interface, nur IEMs, nicht zum Saalmischpult senden.

Du kannst das an jede Besetzung anpassen. Ein Trio braucht vielleicht nur sechs Kanäle. Ein Worship-Team mit mehreren Sängern braucht möglicherweise mehr sowie klare Hinweise zu Talkback, Tracks oder MD-Cues.

Verwende in der Notizspalte klare, einfache Sprache. Zum Beispiel: Akustikgitarre über DI, Phantomspeisung erforderlich. Bass über DI, kein Verstärker. Vocal 2 singt nur zwei Songs. Laptop-Tracks sind stereo. Den Metronom-Klick hört nur der Schlagzeuger. Diese Details sparen Zeit, weil sie Fragen beantworten, bevor Kabel umgesteckt werden.

Wenn du live ein Tempo- oder Metronom-Klicksystem verwendest, notiere, wer es hört und woher es kommt. Tempi kannst du in die Metronom-App, aber in deiner Eingangsliste sollte trotzdem stehen, ob der Metronom-Klick privat ist, auf IEMs geroutet wird oder Teil eines Playback-Rigs ist.

Verwende diese Checkliste vor dem Absenden

Bevor du die Seite absendest, lies sie so, als würdest du deine Band zum ersten Mal sehen. Die betreffende Person kennt vielleicht deine Songs, dein Equipment oder deine Abkürzungen nicht.

  • Überprüfe die Namen. Verwende Rollennamen, wenn Personennamen nicht hilfreich sind: Leadgesang, Bass, Schlagzeug, Keyboards, Akustikgitarre.
  • Überprüfe die Anzahl. Stelle sicher, dass die Anzahl der Gesangsmikrofone, DIs, Verstärker und Monitormischungen im Bühnenplan und in der Eingangsliste übereinstimmt.
  • Überprüfe die Bühnenanweisungen. Beschrifte Bühnenlinks, Bühnenrechts, hinten, vorne und Publikum.
  • Überprüfe die Stromversorgungshinweise. Markiere, wo du Steckdosen benötigst, insbesondere für Keyboards, Pedalboards, Laptops, Modeler und IEM-Systeme.
  • Überprüfe die Monitorhinweise. Schreibe neben jeden Musiker Wedge oder IEM und ergänze alle wichtigen Anforderungen an den Mix.
  • Prüfe Sonderfälle. Ergänze Hinweise zu Backingtracks, Klick, Talkback, Instrumentenwechseln, gemeinsam genutzten Mikrofonen oder Songs, bei denen ein Musiker das Instrument wechselt.
  • Prüfe den Dateinamen. Verwende etwas Eindeutiges, zum Beispiel BandName_stage_plot_inputs_2026.pdf.

Fünfminütige Probeübung:

  1. Lege den Bühnenplan während der Probe auf den Boden oder einen Tisch.
  2. Lass jeden Musiker auf seine Position, Stromversorgung, seinen Eingang und seinen Monitorbedarf zeigen.
  3. Lies die Eingangsliste von Kanal 1 bis zum Ende laut vor.
  4. Behebe alles, was Zögern oder Uneinigkeit verursacht.
  5. Speichere die endgültige Version als PDF und sende sie mit deiner Vorab-E-Mail.

Dieser kurze Durchlauf findet die kleinen Fehler, die beim Soundcheck zu großen Verzögerungen führen – etwa eine fehlende DI-Box, ein vergessenes Gesangsmikrofon oder ein Metronomklick, den niemand im Saalmix haben möchte.

Sobald deine einseitige Version funktioniert, halte sie aktuell. Ändere sie, wenn ein Musiker wechselt, ein neues Keyboard dazukommt, der Schlagzeuger anfängt zu singen oder die Band von Monitorboxen auf IEMs umsteigt. Der beste Bühnenplan ist nicht der schönste. Es ist der, der dem entspricht, was du tatsächlich zum Gig mitbringst.

Erstelle die Seite vor deinem nächsten Auftritt, sende sie frühzeitig und bringe eine Kopie auf deinem Handy mit. Beim Soundcheck musst du trotzdem zuhören und Anpassungen vornehmen, aber zumindest beginnt das Aufbaugespräch mit derselben Grundlage.

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