Die meisten von uns nutzen das Metronom wahrscheinlich, um jeden Schlag im Takt zu treffen und im Rhythmus zu bleiben. Es gibt aber auch kreativere Wege, das Metronom einzusetzen, mit denen du dein Timing noch effektiver trainieren und komplexe Rhythmen besser verinnerlichen kannst.Hier sind einige unserer Lieblingsmethoden, wie du dein Metronom fürs Rhythmus-Training einstellen kannst:
Möchtest du das direkt ausprobieren, während du liest? Öffne unser kostenloses Online-Metronom in einem neuen Tab und übe direkt im Browser mit.
(Pro-Tipp – wir speichern all diese Presets in einer Setlist, ein Feature, das du in unserer kostenlosen Metronome App findest!)
1. Takte abwechselnd ein- und ausschalten
Wenn du Metronomschläge entfernst, testest du deine Fähigkeit, unabhängig im Tempo zu bleiben. Verdopple die Anzahl der Schläge in deiner Taktart (hier haben wir 8/4) und entferne die Schläge in einer Hälfte des Metronom-Zyklus.
2. Den Schlag verschieben
Am Anfang ist es vielleicht ungewohnt, den Schlag zu verschieben, aber Veränderung bringt Wachstum. Wenn du die Betonung an einer anderen Stelle spürst, hilft dir das, dein Zeitgefühl zu festigen.
Wir haben hier die Sechzehntel-Unterteilungen manuell eingegeben (so hast du eine visuelle Orientierung), indem wir 16 Schläge pro Takt eingestellt haben (für 16 Sechzehntelnoten in einem 4/4-Takt). Du kannst auch ausprobieren, den Schlag um 2 oder 3 Sechzehntel zu verschieben.
3. Son Clave
Der 3-2- oder 2-3-Son-Clave-Rhythmus ist das bekannteste Pattern in der kubanischen Musik und lohnt sich, zu verinnerlichen.
Wir haben hier einen 3-2-Clave-Schlag eingestellt, mit einer kleinen Betonung, um den Puls auf der 2-Seite des Zyklus zu halten. Du kannst die Unterteilungen anpassen und ganz einfach auf das 2-3-Clave-Pattern wechseln, indem du die Akzente im 16er-Raster verschiebst.
Mit dem 16er-Raster haben wir im Grunde einen Zwei-Takt-Zyklus aus Achtelnoten-Unterteilungen eingestellt (es gibt 16 Achtelnoten in zwei Takten 4/4).
4. 3:4-Polyrhythmus
Du weißt nicht genau, wie 3 gegen 4 passt? Du kannst das zusammengesetzte Pattern in einem 12er-Raster einstellen. Bis auf den ersten Schlag (wo beide Patterns starten) ist das 4er-Pattern mit einem mittleren Akzent markiert, das 3er-Pattern mit dem kleinsten Akzent.
Nutze dieses Raster als Auffrischung, wie sich dieser Polyrhythmus anhört, oder wenn du darüber improvisieren möchtest.
Für eine ausführlichere Erklärung schau dir Wie du Polyrhythmen mit dem Metronom übst an.
5. Schläge 2 und 4
Ein Klassiker, der immer funktioniert. Stell dein Metronom so ein, dass es nur auf 2 und 4 schlägt, um den Backbeat zu spüren. Es fühlt sich fast an, als würdest du mit einem echten Drummer spielen.
6. Zwischen Taktarten wechseln
Du kennst das: Du spielst sicher im geraden Takt, und plötzlich bringt dich ein Triolen-Feeling komplett aus dem Konzept?
Du kannst deine Flexibilität zwischen Taktarten üben, indem du zwischen geradem und dreiteiligem Takt wechselst. Sieh dieses 12er-Raster als Zwei-Takt-Zyklus (abwechselnd 6/8 und 3/4) oder als 12/8-Raster mit starkem 2er-Swing.
Über dieses Raster zu improvisieren macht übrigens auch richtig Spaß!
7. Downbeat nur alle zwei Takte
Das ist ähnlich wie das abwechselnde Ein- und Ausschalten der Takte, aber du kannst immer mehr Schläge entfernen, bis nur noch ein Downbeat alle zwei Takte übrig bleibt. Das ist eine echte Herausforderung!
8. Ungerade Gruppierungen
Wenn du ungerade Gruppierungen oder ungerade Taktarten in 3er- und 2er-Gruppen aufteilst, bekommt dein Spiel mehr Form und Phrasierung. In diesem Beispiel haben wir eine 3-2-2-Gruppierung mit Akzenten.
Ungerade Gruppierungen sind im Rhythmusgefühl der meisten nicht so verbreitet, aber sie bringen Abwechslung in deine Musik. Gewöhn dich daran, in 5er- und 7er-Gruppen zu zählen – mit dem Metronom wird das mit der Zeit ganz selbstverständlich.
Du kannst auch ein 10er- oder 14er-Raster einstellen, um mit zwei 5er- oder 7er-Gruppen zu spielen.
9. Ballade ohne Downbeat
Du könntest ein 6/8-Balladen-Feeling mit den Triolen-Unterteilungen in unserer App einstellen, aber wir finden es spannender, die Unterteilungen individuell anzupassen.
Mit dieser Einstellung, bei der du nur die Offbeats hörst, musst du selbst für den sicheren, festen Downbeat sorgen – statt dich aufs Metronom zu verlassen. Probier das mal mit verschiedenen 6/8-Songs aus!
Schau dir Den Unterschied zwischen 6/8 und 3/4 – mach das Quiz! an.
Teste diese Metronom-Einstellungen in der Metronome App von Soundbrenner! Vergiss nicht, deine Lieblings-Settings als Presets zu speichern – das Clave-Pattern von Grund auf einzustellen, ist nämlich ganz schön knifflig.
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